Werkzeuge für Elektriker
Elektriker arbeiten mit der unsichtbarsten, aber gefährlichsten Materie auf der Baustelle: Strom. Jede falsche Verbindung kann einen Brand auslösen, jeder Moment der Unachtsamkeit kann tödlich sein. Das Werkzeug eines Elektrikers muss deshalb nicht nur präzise sein, sondern vor allem sicher – VDE-geprüft und isoliert bis 1.000 Volt.
Die Herausforderungen für Elektriker
Jedes Gewerk hat besondere Anforderungen an Werkzeug und Ausrüstung. Diese Herausforderungen bestimmen, welche Werkzeuge wir empfehlen.
Arbeiten unter Spannung
Auch wenn es vermieden werden sollte: In der Praxis wird regelmäßig an oder nahe spannungsführenden Teilen gearbeitet. Jedes Werkzeug muss VDE-isoliert sein. Ein normaler Schraubendreher kann hier zum Todesurteil werden.
Enge Verteilerkästen und Schaltschränke
Elektriker schrauben nicht an großen Flächen, sondern in winzigen Verteilerkästen. Der Akkuschrauber muss extrem kompakt sein, der Schraubendreher dünn genug für enge Klemmleisten. Überdimensioniertes Werkzeug ist hier nutzlos.
Kabel verlegen in Betonwänden
Schlitze stemmen, Dosen bohren, Kabelkanäle fräsen – der Elektriker braucht trotz seiner Feinarbeit auch schweres Gerät. Der Schlitzfräse ist laut, staubig und schwer. Und die Stemmarbeit im Stahlbeton fordert den Bohrhammer bis ans Limit.
Messen mit absoluter Genauigkeit
Ein Multimeter, das falsch misst, ist lebensgefährlich. Wenn es 0 Volt anzeigt, aber 230V anliegen, wird es tödlich. Elektriker verlassen sich mit ihrem Leben auf ihre Messgeräte – hier darf nur zertifizierte Profi-Qualität zum Einsatz kommen.
Sauberes Arbeiten in fertigen Räumen
Elektriker kommen oft erst, wenn Wände verputzt und gestrichen sind. Dann müssen Steckdosen und Schalter montiert werden, ohne die Wand zu beschädigen. Jeder Kratzer, jeder Staubfleck wird zum Ärgernis mit dem Bauherrn.
Worauf es bei Elektriker-Werkzeug ankommt
Für Elektriker steht Sicherheit an erster Stelle. VDE-Prüfung ist Pflicht. Danach kommt Kompaktheit – wer den ganzen Tag in Verteilerkästen arbeitet, braucht schmale, handliche Werkzeuge. Und die Messgeräte müssen CAT III/IV zertifiziert sein – alles andere ist russisches Roulette.